Fläche 1: 2
Mit 3262 km² ist das Aostatal die kleinste Region Italiens.
Südtirol ist mit 7.400 km²zweimal so groß wie das Aostatal.
Bevölkerung 1: 4,5
Das Aostatal hat knapp 123.000 Einwohner.
Südtirol hat rund 539.000 Einwohner, vier-einhalbmal mehr.
Sprachen
Im Aostatal werden vier Sprachen gesprochen: Die offiziellen Landessprachen sind italienisch und französisch. Daneben werden frankoprovenzalisch, auch Patois genannt, und das Walserdeutsch gesprochen.
Südtirols Landessprachen sind deutsch, italienisch und ladinisch - zahlreiche Dialekte prägen das Land.
Toponomastik
Die im Aostatal vorherrschende frankophone Kultur und Sprache wurde während des Faschismus unterdrückt. Nach 1948 bekam das Aostatal eine Sonderautonomie, mit der Gleichstellung des Italienischen und Französischen.
Alle italianisierten Ortsnamen wurden infolge in die ursprüngliche frankophone Sprachfassung rückübertragen.
Nur die Hauptstadt Aosta trägt heute noch zwei Namen: italienisch Aosta und französisch Aoste (sprich Aost).
Auch in Südtirol wurde während des Faschismus die deutsche und ladinische Sprache verboten. Mit Inkrafttreten des Ersten Autonomiestatuts von 1948 erhielt die Region Trentino/Südtirol ein Sonderstatut. In Südtirol wurden in Folge die deutschen Ortsnamen wiederhergestellt.
Heute tragen alle Ortsnamen in Südtirol eine zweisprachige zum Teil auch dreisprachige Bezeichnung.
Schule
Im Aostatal gibt es ein paritätisches Schulsystem. Italienisch und Französisch werden zu gleichen Teilen im Unterricht verwendet.
In Südtirol hat jede Sprachgruppe ihr eigenes Schulsystem. In den ladinischen Tälern gilt ein ähnliches paritätisches System wie in Aosta, mit deutsch und italienisch. Ladinisch wird in unterschiedlichem Umfang als Unterrichtssprache in allen Schulstufen verwendet.
Tourismus
Der Tourismus ist für das Aostatal existentiell wichtig, vor allem der Bergtourismus. 2025 wurden knapp 3 Millionen Nächtigung gezählt. Das Aostatal gehört zu den wohlhabendsten Regionen Italiens.
Südtirol ist laut ISTAT Italiens stärkste Provinz im Tourismus. Die Zahl der Nächtigungen 2025 ist auf über 38 Millionen gestiegen.
aus Minet 02/2026 vom 18/03/26