Die Mapuche sind mit rund 1,8 Millionen Menschen die größte indigene Gruppe in Chile, deren Name "Menschen der Erde" bedeutet. Ihr historisches Siedlungsgebiet liegt in Süd-Zentralchile, doch heute lebt die Mehrheit in Städten wie Santiago und Temuco. Sie kämpfen gegen Diskriminierung, Armut und für die Rückgabe ihrer angestammten Territorien.
Julia del Carmen Chuñil Catricura, eine 1952 geborene Mapuche-Aktivistin und Umweltschützerin, ist seit dem 8. November 2024 in Máfil, Chile, verschwunden. Sie engagierte sich für Landrechte und den Schutz der Wälder in der Region Los Ríos. Ihr Verschwinden wird als Symbol für die Konflikte um indigenen Landbesitz gesehen. Minet war beim Gedenken an die Aktivistin dabei.
Mitte Jänner fand an der Eurac in Bozen eine Tagung für junge, in Europa aufgewachsene Tibeterinnen und Tibeter statt. Im Mittelpunkt stand die Idee den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, über ihre eigene Herkunft, Wurzeln, kulturelle Identität und politische Teilhabe nachzudenken sowie ihnen Südtirol und seine Geschichte und Autonomie vorzustellen.
Im Minet Telegramm bringen wir aktuelle Informationen zu Minderheiten weltweit.
In Zusammenarbeit mit Survival International, einer globalen Bewegung, die indigenen Völkern eine Stimme verleihen möchte, lassen wir Völker zu Wort kommen, die für ihre Rechte einstehen. In dieser Ausgabe kommt Choudamma vom Volk der Jenu Kuruba in Indien zu Wort.
Es moderiert Christina Khuen.
In Zusammenarbeit mit Eurac research
MINET 01_26 vom 18.02.2026 um 20.20 Uhr - Rai Südtirol